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    Quarantäne - Einzug neuer Terrarientiere

    Ein Bericht von Jens Hauke

    Vor dem Erwerb eines Reptils sollte man schon ein sogenanntes Quarantäneterrarium vorbereiten.

    Das Terrarium sollte von der Größe her etwas mehr wie die Hälfte der vorgeschriebenen Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien, betragen.

    Beleuchtet und beheizt wird das Quarantänebecken wie ein herkömmliches Terrarium.

    Als Bodenbedeckung eignen sich Zeitungspapier, Zellstoff und Papiervließ.

    Diese Beläge können gut ausgewechselt werden, was in einem Quarantäneterrarium besonderst wichtig ist.

    Als Einrichtung für Baumbewohner sollte ein Kletterast schräg in eine Ecke des Terrariums gelegt werden.

    Für Bodenbewohner reicht ein einfacher Stein unter einem Strahler. Die Echsen müssen immer die Möglichkeit haben sich zurück ziehen zu können,weshalb man als weiteres eine halbierte Tonröhre oder einen Tontopf in den Quarantänebehälter stellen sollte. Ein Wasser-und Futternapf darf nicht fehlen.

    Alle Einrichtungsgegenstände müssen einfach und problemlos aus dem Terrarium zu entnehmen und zu reinigen sein.

    Für hektische und unruhige Echsen sollte das Terrarium mit einem Tuch verhangen werden.

    Die Quarantänemaßnahmen sollten in jedem Fall wenigstens 4 Wochen durchgeführt werden, auch wenn eine Untersuchung der Echse durch einem Tierarzt keinen Befund feststellte b.z.w.das Tier als gesund bescheinigte.

    Die 4 Wochen kann man nutzen um das Tier im Quarantänebecken genaustens zu beobachten.

    Die Quarantänemaßnahmen bei Leguanen dienen aber in den meisten Fällen,der Vorbeugung bei einem eventuellen Endo-und Ektoparasitenbefall.

    In der Quarantänezeit von 4 Wochen sollten dahin gehend dem Tierarzt Kotproben jeder Echse, zur Analyse zur Verfügung gestellt werden.

    Bei einem möglichen Befall von Außenparasiten wie Milben und Zecken ist eine erfolgreiche Behandlung dieser Parasiten in dem Zeitraum von 4 Wochen gut möglich.

    Bei dem Befall eines oder mehrerer Tiere mit Innenparasiten wie z.B. Spulwürmer u.s.w. muß die Quarantänezeit von 4 auf 6 - 12 Wochen ausgedehnt werden.

    Die Behandlung einer mit Innenparasiten befallenen Echse kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Nach beendeter Behandlungsdauer mit den Medikamenten, sollte eine 2. und eventuell nach weitere zwei Wochen sogar eine 3. Kotanalyse durchgeführt werden um Gewißheit zu haben,das die Behandlung auch erfolgreich war.

    Während der gesamten Quarantänezeit sollte in dem Terrarium auf peinliche Sauberkeit geachtet werden.

    Um bei einem Innenparasitenbefall eine Reinfizierung so gering wie möglich zu halten,sollten nach jedem Kot absetzen alle Einrichtungsgegenstände und das Terrariuminnere mit einem Desinfektionsmittel gereinigt werden. Ebenfalls sollte dann der Bodenbelag immer ausgewechselt werden.

    Verläuft die letzte Kotuntersuchung ohne Befund,kann der oder die Leguane in ihr eigentliches Terrarium umgesetzt werden.

    Terraristikanzeiger


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